Den Himmel gibt’s echt….

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Vor einiger Zeit sah ich den Film „Den Himmel gibt’s echt“. Basierend auf einer wahren Geschichte wurde dieses Machwerk groß beworben und verkauft. Da christliche Filme ein Genre für sich sind, war ich doch auf einiges vorbereitet, von völlig-schnulzig über heiter-fromm bis zu richtig-super…

 

Doch was ich dann sah, überraschte mich gelinde gesagt sehr.

Das Bild, also die Zeichnung, die am Ende des Film auftaucht. Es ist ein Gemälde von Akiana Kamarik, einem Mädchen, das ein gigantisches Maß an zeichnerischem Talent mitbringt, dass einem die Ohren schlackern. Dieses Mädchen ist ebenso real wie die Geschichte des Films, der auf einer wahren Begebenheit beruht. Todd Burpo, der kleine Junge, erzählt seinen Eltern immer wieder vom Himmel und sagt dass er dort Jesus getroffen hat. Auch Gott will er gesehen haben, und „alle im Himmel haben Flügel“. Sein Vater zeigt ihm dann alle möglichen Kinderbibeln, aber nirgends ist Jesus abgebildet, wie Todd in gesehen hat. Dann wird im Fernsehen der Familie, das Bild von Akianes „Prince of Peace“ gezeigt und Todd ist begeistert; Das ist Jesus wie er ihn gesehen hat.

So. Das wirft Fragen auf.

Hatte Jesus blaue Augen und Föhnfrisur? Sieht er tatsächlich so aus? Wie auch immer, dieses Bild behauptet eine Abbildung Jesu zu sein, wie er wirklich aussieht. Was ist mit den anderen Dingen die er im Himmel sieht und die nicht unbedingt der biblischen Beschreibung der himmlischen Welt entspricht. Das soll hier keine filmrezension sein, aber am Rande darf doch auch gefragt sein, warum es einen Pastor so schockiert, dass es tatsächlich einen Himmel gibt. Und die Frage ob man als Christ jedem glauben muss, der von einem Besuch im Himmel erzählt.

Hier möchte ich den Teil des Filmes durchleuchten, der mit der Zeichnung des Jesus zu tun hat. Akiane Kramarik heißt die Künstlerin und ihr Bild wird von Todd Burpo als Jesus identifiziert.  Bevor wir gleich glauben, dass das wirklich eine göttliche Offenbarung ist und Jesus jetzt endlich sein Gesicht zeigt, wollen wir sehen wer Akiane Kramarik ist.

Akiane Kramarik

Die Malerin Akiane Kramarik sagt, sie bekäme seit sie vier Jahre alt sei, immer wieder Visionen vom Himmel, die sie dann in Bildern verarbeitet. Eines dieser Bilder ist eben dieses Jesus Bild. Weiter sagt sie auch, dass sie Gott persönlich sieht. Er sei rein und stark und groß und seine Augen seien wunderschön. Sie sagt also, sie habe Gott dem Allmächtigen in die Augen geschaut.

Zu ihrer Mutter sagte Akiane über ihre Visionen: „Du musst mir einfach glauben! Dies ist ein anderer Weg…ein Weg, der so geheimnisvoll ist, von dem Gott will, dass ich ihn geh.“

Auch sagt sie, dass das Wichtigste auf der Welt der Glaube wäre, ohne Glauben könne man nicht mit Gott kommunizieren. Doch von welchem Gott spricht sie? Glauben kann man an viel…

Unter ihren Bildern finden sich viele mit Weltall, ein buddhistischer Mönch….mmh…nicht gerade was man von einer wiedergeborenen Künstlerin erwarten würde…Auch lese ich zu ihren Bildbeschreibungen nichts das ansatzweise zu Jesus Christus passt.

Les selbst was sie zu ihrer Offenbarung des „Prince of peace“ schreibt…

„Perhaps I wanted to catch it
perhaps notBut one morning
an eagle dropped a diamond

And right then
with my faulty brush
full of my own hair
I wanted to paint

I wanted to paint the wings-
Too late – they flew away
I wanted to paint a flower
Too late – it withered

That night the rain
was running after me
Each drop of rain
showed God’s face
His face was everywhere
On homes and on me

I wrung out the love
to make the red

I wrung out the stumps
to make the brown

I wrung out the trust
to make the pink

I wrung out my own eyes
to make the blue

I wrung out the seaweed
to make the green

I wrung out the nightly pain
to make the black

I wrung out my grandmother’s hair
to make the gray

I wrung out my visions
to make the violet

I wrung out the truth
to make the white

Today I want to paint God’s face
IT’S NOT TOO LATE !

Die Öffentlichkeit reagiert auf Akiane begeistert, ihre Bilder lassen sich ziemlich gut verkaufen. (3)

Viele Christen klatschen begeistert Beifall, freuen sich über so viel übernatürliche Kunst und haben gar kein Problem damit zu glauben, dass sich Jesus höchstpersönlich einfach mal so hat „ablichten“ lassen.

Aki

 

 

„Jesus“ drauf und nix dahinter

Auf der Leinwand ist jemand, der sich mit einem großen Namen schmückt. Was gibt ein Bildnis schon als Referenz für die Wahrheit an? …warum glauben wir jedem und allem, nur weil „Jesus“ draufsteht?

Weil jemand anderes das gleiche gesehen hat? Weil alles so friedlich wirkt? Weil er in der Vision vielleicht selbst seinen Namen genannt hat?

Wenn das die Kriterien sind, nach denen wir geistlich beurteilen, dann können wir einpacken. Ein Krimineller sieht auf seinem Passbild auch harmlos aus, aber wer sagt, dass er es wirklich ist?

„Denn es werden sich erheben falsche Christusse und falsche Propheten, die Zeichen und Wunder tun, sodass sie die Auserwählten verführen würden, wenn es möglich wäre.“ Markus 13,22

Bei meinen Recherchen habe ich bei Akiane nicht den gekreuzigten und auferstandenen Christus gefunden. Weder das Kreuz, noch Wundmale konnte ich entdecken, da frag ich mich schon eher, wie sie überhaupt auf die Idee kommen kann, dass es sich hier um den biblischen Christus handeln soll….kein Zeugnis einer Lebensübergabe, keine Rede vom Evangelium. Und noch mehr frage ich mich was die Christen glauben lässt, dass sie das für sich gleich mal so annehmen.

Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen.“ Johannes 3,3

 

 „Siehe, ich will an die Propheten, spricht der HERR, die falsche Träume erzählen und verführen mein Volk mit ihren Lügen und losem Geschwätz, obgleich ich sie nicht gesandt und ihnen nichts befohlen habe und sie auch diesem Volk nichts nütze sind, spricht der HERR.“ Jeremia 23,32

„Denn wenn einer zu euch kommt und einen andern Jesus predigt, den wir nicht gepredigt haben, oder ihr einen andern Geist empfangt, den ihr nicht empfangen habt, oder ein anderes Evangelium, das ihr nicht angenommen habt, so ertragt ihr das recht gern!“ 2.Korinther 11,4

„Wer über die Lehre Christi hinausgeht und nicht bei ihr bleibt, der hat Gott nicht; wer bei der Lehre bleibt, der hat den Vater und den Sohn.“ (2. Joh 9)

 

Zeigt Gott einem Menschen sein Gesicht?

Gott hat sich noch niemals einem Menschen in voller Gestalt gezeigt (2), in der Bibel begegnete er manchen in Gestalt eines Engels. Der Begriff „von Angesicht zu Angesicht“ wird benutzt, wenn Gott mit einem Menschen „wie mit einem Freund“ spricht. Mose durfte ihn von hinten sehen, aber noch nie hat jemand in die Augen Gottes geschaut, und ich bezweifle stark, dass Gott bei Akiane eine Ausnahme gemacht hat.

 

„Nicht dass jemand den Vater gesehen hat, außer dem, der von Gott ist, dieser hat den Vater gesehen.“ Johannes 6,46

„…denn er selbst, der Satan, verstellt sich als Engel des Lichts. Darum ist es nichts Großes, wenn sich auch seine Diener verstellen als Diener der Gerechtigkeit; deren Ende wird sein nach ihren Werken.“ 2.Korinther 11,14-15

 Lasst euch den Siegespreis von niemandem nehmen, der sich gefällt in falscher Demut und Verehrung der Engel und sich dessen rühmt, was er geschaut hat, und ist ohne Grund aufgeblasen in seinem fleischlichen Sinn.“ Kolosser 2,18
Er (Mose) aber antwortete: So laß mich doch deine Herrlichkeit sehen!
 Und [der Herr] sprach: Ich will alle meine Güte vor deinem Angesicht vorüberziehen lassen und will den Namen des Herrn vor dir ausrufen. Und wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig, und über wen ich mich erbarme, über den erbarme ich mich.
 Und er sprach weiter: Mein Angesicht kannst du nicht sehen, denn kein Mensch wird leben, der mich sieht!
 Doch sprach der Herr: Siehe, es ist ein Ort bei mir, da sollst du auf dem Felsen stehen.
 Wenn dann meine Herrlichkeit vorübergeht, so stelle ich dich in die Felsenkluft und will dich mit meiner Hand solange bedecken, bis ich vorübergegangen bin.
Wenn ich dann meine Hand zurückziehe, so darfst du hinter mir hersehen; aber mein Angesicht soll nicht gesehen werden!
2.Mose 32,18-20

 

Ein geheimnisvoller Weg?

imagesAIYM6XD6Wenn Gott durch Menschen redet, wenn Menschen von ihm beauftragt werden, dann geht es um die Ehre Jesu, um das Kreuz, um die Liebe durch das Kreuz. Davon sehe und höre und lese ich bei Akiane leider nichts. Wie Akiane selbst sagt, es ist ein „anderer Weg, ein geheimnisvoller Weg“. Der Weg zu Gott ist nicht geheimnisvoll, er ist offen für jeden der Jesus als Weg, Wahrheit und Leben anerkennt, dieser Weg ist nicht einigen Eingeweihten vorbehalten.

Wer Jesus sein Leben gibt, ihm nachfolgt, der wird echtes Leben gewinnen.

„Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.“ Joh14,6

 Dabei reicht der Glaube allein keineswegs aus, wie Akiane behauptet.

„Du glaubst, dass es nur einen einzigen Gott gibt? Gut und schön. Aber das glauben sogar die Dämonen – und zittern vor Angst.“ Jakobus 2,19

Ihr seid Gottes Kinder geworden, weil Gott, unser Vater, euch von Anfang an dazu auserwählt hat. Durch die Kraft des Heiligen Geistes könnt ihr jetzt Jesus Christus als euren Herrn anerkennen, weil er am Kreuz sein Blut für euch vergossen und euch von eurer Schuld befreit hat. Gott schenke euch immer mehr seine Gnade und seinen Frieden.“ 1.Petrus 1,2

Eine persönliche Beziehung zu Jesus bedeutet, ihm in Freud und Leid nachzufolgen, sein Leben wirklich in Gottes Hände zu legen, unser Äußerstes für sein Höchstes. Jesu Tod ist das größte Geschenk, die unvorstellbarste Gnade und die größte Freude. Ich brauche keine detailierte Zeichnung von Jesus, seine Worte und seine Nähe sind genug.

Warum gibt es kein Foto von Jesus? Warum hat er nicht zu einer Zeit gelebt, wo man hätte Fotos und Bilder für die Nachwelt hätte aufbewahren können? Warum gibt’s keine Bilder in der Bibel? Ja warum? Ich denke alles, was wir wissen müssen, hat Gott in seinem Wort und durch seinen heiligen Geist für uns bewahrt. Alles was ich an Jesus liebe, ist das, was ich in der Bibel lesen kann, was er durch seinen Geist in mir lebendig werden lässt. Dort im Herzen kenn ich ihn und mir ist es wurscht wie er ausgesehen hat. Wenn ich es wüsste, würde es meinen Glauben auch nicht größer machen, das beste Beispiel hierfür sind die Jünger Jesus. Ich werde ihn sehen, eines Tages und das wird der Hammer, aber vor diesen Tag hat Gott noch einige andere Tage bestimmt, in der meine Beziehung zu ihm noch wachsen darf. Dann werde ich Jesus erkennen, wenn ich ihn sehe.

„Wir sehen jetzt durch einen Spiegel ein dunkles Bild; dann imagesQCU06YRJaber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, wie ich erkannt bin.“ 1.Korinther 13,12

 „Darin jubelt ihr, die ihr jetzt eine kleine Zeit, wenn es nötig ist, in mancherlei Versuchungen betrübt worden seid, damit die Bewährung eures Glaubens viel kostbarer befunden wird als die des vergänglichen Goldes, das durch Feuer erprobt wird, zu Lob und Herrlichkeit und Ehre in der Offenbarung Jesu Christi; den ihr liebt, obgleich ihr ihn nicht gesehen habt; an den ihr glaubt, obwohl ihr ihn jetzt nicht seht, über den ihr mit unaussprechlicher und verherrlichter Freude jubelt; und so erlangt ihr das Ziel eures Glaubens: die Rettung der Seelen.

1.Petrus1,6-9

 

Wenn Jesus uns begegnet…..

Menschen haben Visionen, Moslems begegnen Jesus in Träumen, aber immer sind diese Begegnungen persönlich, gerade auf den Menschen zugeschnitten in dessen Leben sie geschehen. Sie geschehen um Menschen zur Umkehr zu führen, sie freizumachen von einem Leben ohne Gott und sie hinzuführen zu einem Leben mit Gott dem Vater. Ihr Ziel ist nicht die Visualisierung Jesus, seine Darstellung, oder sein Aussehen, sondern die Veränderung unseres Herzens zu Gott. Jesus hat die Augen der Blinden geöffnet, das war schon ein Wunder, aber wenn er die Herzen öffnet und darin einzieht geschieht das Größte.

Eine Vision von Gott geht immer konform mit der Schrift, stimmt mit einem heiligen Gott überein und geht nicht über die Wahrheit der Bibel hinaus.

Darum ist es so wichtig, dass wir uns eng an Jesus halten, das Wort Gottes kennen und in seinem Geist zu leben…..

 

„…damit wir nicht mehr unmündig seien und uns von jedem Wind einer Lehre bewegen und umhertreiben lassen durch trügerisches Spiel der Menschen, mit dem sie uns arglistig verführen.“ Epheser 4,14

Gottes Segen

Sophia Scholl

 

Einen Artikel über Kritik am Buch „Den Himmel gibt’s echt“ mit Zitat von John Mc Arthur und John Piper gibt es hier…

http://www.challies.com/articles/the-bestsellers-heaven-is-for-real?utm_content=buffered456&utm_medium=social&utm_source=facebook.com&utm_campaign=buffer

 

 

Quellenangaben:

(1)http://www.washingtontimes.com/news/2014/dec/31/interview-akiane-speaks-heaven-and-paintings/

 

(2)http://www.gotquestions.org/Deutsch/Gott-gesehen.html

(3)http://www.akiane.com/store/

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